====== Waldbesetzungen ====== Waldbesetzungen sind eine Form des politischen Protests, bei der Aktivist:innen Wälder oder Waldgebiete besetzen, um diese vor Abholzung, Rodung oder anderen Eingriffen zu schützen. Solche Besetzungen sind besonders im Zusammenhang mit Großprojekten wie Autobahnbau, Kohleabbau (z. B. im Hambacher Forst oder Dannenröder Wald) oder anderen Infrastrukturvorhaben bekannt geworden. ===== Ziele von Waldbesetzungen ===== **Schutz der Natur**: Verhinderung der Abholzung und Erhalt des Ökosystems. **Klimaschutz**: Wälder speichern CO₂ und sind wichtig für das Klima. **Politischer Druck**: Aufmerksamkeit für Umwelt- und Klimathemen erzeugen. **Rechtliche Verzögerung**: Durch die Besetzung sollen Rodungen gestoppt oder verzögert werden, um rechtliche oder politische Lösungen zu erreichen. ===== Typische Merkmale ===== **Baumhäuser und Barrikaden**: Aktivist:innen bauen oft Plattformen in den Bäumen, um die Räumung zu erschweren. **Gewaltfreier Widerstand**: Viele Besetzer:innen setzen auf zivilen Ungehorsam. **Solidarische Strukturen**: Es gibt oft Unterstützung durch Umweltorganisationen und lokale Initiativen. ===== Bekannte Beispiele in Deutschland ===== **Hambacher Forst (Nordrhein-Westfalen)**: Besetzung gegen den Braunkohleabbau durch RWE. **Dannenröder Wald (Hessen)**: Proteste gegen den Bau der Autobahn A49. **Lützerath (Nordrhein-Westfalen)**: Besetzung gegen den Braunkohleabbau. Waldbesetzungen sind oft mit juristischen Auseinandersetzungen verbunden, da sie meist illegal sind. Die Aktivist:innen berufen sich jedoch auf das Recht auf Protest und den Schutz der Umwelt.